Im April schenkte und Vater Staat ein paar Euro extra Kindergeld. Wir haben dieses Geld in die Bildung unserer Kinder investiert und ich bin mit unserem Großen für einen Tag nach London gefahren.
Am 02.05.09 sind wir los: Früh um 7:00 Uhr mit dem Auto nach Frankfurt Hahn, weil nur von dort die Reier-Air nach London Stansted fliegt. Mein Sohn ist noch nie geflogen und so wollten wir ihm diesen Wunsch erfüllen. Um 10.15 Uhr ging der Flug und um 10.25 waren wir schon in London
Dort angekommen sind wir gleich mit dem Express nach London zum Liverpool Street Station, der uns auch gewissermaßen als Stützpunkt diente. Hier hat uns erst mal der Hunger gepackt. Die Erfahrung zeigte hier, dass die Intelligenz für Mitarbeitende in bekannten Schnellrestaurants internationalen Standards entsprechen muss. Ich bestellte zu den MacNuggets süß-saure Soße und fragte dann nach Mayonnaise für meine Pommes. Nachdem man mir sagte, dass es Mayonnaise nicht gebe, ich aber Ketchup haben könne, bestellte ich Ketchup. Diese erhielt ich – an Stelle der süß-sauren Soße.
Während des Essens begann mein Sohn die Busse in London zu zählen. Ein mühsames Unternehmen. Bis zum Ende der Reise hatte der 478 Busse gezählt. Mit selbigen und mit der Tube sind wir dann quer durch die Londoner Innenstadt gedüst, haben den Tower und die Tower-Bridge, Big Ben, Westminster Abbey, den Picadilly Circus, den Buckingham Palace und last but not least Harrods besucht. In letzterem kam der Große aus dem Staunen vor lauter Spielzeug nicht mehr heraus.
Um 17.55 Uhr hieß es schon wieder Abfahrt zum Flughafen und um 19.40 Uhr mit der Reier-Air wieder zurück nach Frankfurt Hahn. Hier habe ich das erste Mal erlebt, dass eine Flugbegleiterin wie eine Lehrerin um Aufmerksamkeit bat und androhte, nicht zu starten bis alle aufmerksam den Sicherheitsanweisungen gelauscht haben.
Meine persönliche Sicherheitsanweisung hieß dann in Frankfurt: Kaffee! Viel Kaffee! die dreieinhalbstündige Fahrt nach Nürnberg war nach diesem Tag der reinste Horror. Aber ich hielt durch; und nicht nur ich, sondern auch mein Sohn hat – dank Wickie und eines tragbaren DVD-Spielers – bis zu Hause kein Auge zugetan.
Es war ein schöner Tag. Das Wetter spielte mit und ich konnte mal einen Tag mit meinem Sohn verbringen.
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