1. Auswahl
Oft kommt es vor, dass man den einen oder anderen Titel - besonders, wenn er schon älter ist - in einem der beiden oder gar in beiden nicht findet. Dennoch bietet iTunes mehr als doppelt so viele Titel an als die Konkurrenz aus Deutschland und zusätzlich Musikvideos. Dagegen bietet musicload aktuelle Klingeltöne an.
2. Kosten
Der einzelne Titel kostet bei iTunes immer 99 Ct. Ganze Alben kosten zwischen 9,99 Euro (einfache Alben) und 18,99 Euro (Alben mit mehreren "CDs").
musicload dagegen verlangt im Regelfall 1,29 Euro (die Spanne liegt zwischen 0,99 und 1,59 Euro). Ganze Alben sind schon ab 7,95 Euro zu haben, was aber nicht der Regelfall ist. Ein Album mit 12 Titeln kostet durchschnittlich 12,95 Euro - also rund drei Euro mehr als bei iTunes. Insgesamt ist musicload ca 30% teurer als der iTunes musicstore.
3. Kaufen und bezahlen
Hier siegt musicload. So ergänzt ml das Angebot von iTunes, nur per Kreditkarte oder Lastschrift (über Click&buy) zu bezahlen mit den Möglichkeiten HappyDigits anzurechnen oder per T-Online-/Telefon-Rechnung zu bezahlen.
4. Kompatibilität
Beide verwenden Soundformate, die eine Kompatibilität in Frage stellen. Das AAC-Format von Apple ist noch nicht so weit verbreitet, dass es auf allen Systemen problemlos erkannt wird. Das Format für den Windows Mediaplayer, das bei musicload angeboten wird, ist für Kunden anderer Systemplattformen nicht zugänglich. So muss ein Applebesitzer in die Röhre schauen, wenn er mit HappyDigits seine Sounds bezahlt und erst dann die Meldung erhält, das System werde nicht unterstützt, ist das etwas unschön. Ein Blick in die Hilfe verrät dann dem Besucher, dass MacOS und Linux nicht unterstützt werden.
5. Erreichbarkeit
Während musicload unter der URL http://musicload.de erreichbar ist, benötigt man für den Zugang zum iTunes Musicstore eine bestimmte Software, den gleichnamigen Player und Medienverwalter "iTunes". Dieses Programm ist kostenlos sowohl für Mac- als auch für Windowsplattformen bei Apple zu haben.
6. Bedienbarkeit
Beide Plattformen sind leicht zu bedienen. Die Optik der jeweiligen Shops sind individuelle Geschmacksache. Durch die dunklen Farben im Design von musicload wirkt iTunes Musicstore insgesamt etwas fröhlicher und frischer.
Die Suche ist in beiden einfach und komfortabel und liefert immer gute und übersichtliche Ergebnisse.
Die Lieder und Alben sind in beiden nach Musikrichtungen katalogisiert, was ein Stöbern sehr erleichtert.
7. Hilfe
Musicload bietet eine kurze FAQ auf seiner Website. Die Themen reichen von der Verwendung der Plattform bis hin zu technischen Hilfen beim Mediaplayer. Die Hilfe für den iTunes Musicstore ist in die Hilfe des Programms "iTunes" integriert und beschränkt sich auf die Verwendung des Stores. Die Hilfe für das Programm selber ist hier aber ebenfalls erreichbar. Individuelle Hilfen bei besonderen Problemen ist in beiden Fällen nicht möglich.
8. Fazit
Obwohl man für die Verwendung des iTunes Musicstores eine besondere Software benötigt, die von - den Windows-Anwendern verhassten - Apple kommt, ist iTunes dem musicload weit überlegen. Durch die Crossplattform-Fähigkeit ist iTunes weit im Vorteil. Auch die Preise sind wie schon genannt rund 30% grünstiger als bei der t-online-Tochter. Rechnet man nun noch die größere Auswahl und die Möglichkeit, Musikvideos zu erstehen hinzu, kann musicload dem Mitbewerber aus den USA noch nicht das Wasser reichen.

